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24.12.2018

Frohe Weihnachten! / God Jul!

Wir wünschen allen Freunden, Bekannten, Gästen und Lapplandfreunden ein schönes, besinnliches...

Liebe Nordlandfreunde!

Wie doch die Zeit vergeht: Im September diesen Jahres waren wir nun schon seit 11 Jahren und 111 Tagen in Lappland. Bereits unsere 10. Gästesaison mit der Aha Lodge ist vorüber. Während den vergangenen Monaten konnten wir mit vielen interessanten und liebenswerten Gästen viele tolle Sachen erleben. Durch unsere Präsenz bei booking.com lockte unser Wildnisparadies viele internationale Gäste aus den unterschiedlichsten Erdteilen an – zum Teil auch aus weit abgelegenen Regionen wie z. B. aus China. Die Begegnung mit den verschiedensten Menschen aus aller Herren Länder ist immer wieder spannend. Sie bringen die weite Welt zu uns in unsere Abgeschiedenheit und so lernen wir immer wieder Neues aus fernen Ländern, doch auch Neues vom Kontinent, wie man hier gerne unsere alte Heimat bezeichnet.

Obwohl unsere Besucher sehr unterschiedliche Charaktere, Berufe und gesellschaftliche Stellungen haben, das verbindende Element ist immer die Faszination und die Liebe zur Natur.

Der Sommer in Lappland so wie eigentlich in ganz Schweden war durch eine für den Norden untypische Hitze und Trockenheit geprägt und zeigte sich wahrlich nicht von seiner sonst oft kühlen und regnerischen Seite. Etwas Regen haben wir uns schon gewünscht, wurde doch das gesamte Land von kleinen und großen Waldbränden heimgesucht. Wir blieben „Gott sei Dank“ davon verschont, aber durch das Ausrufen der höchsten Waldbrandgefahrenstufe noch mit einem Pluszeichen versehen, war selbst das Grillen im heimischen Garten untersagt. Schade für unsere Gäste auf den Touren „Sattel & Paddel“, wo es statt Bratwurst und Stockbrot am Lagerfeuer leider nur „kalte Küche“ gab. Der nah gelegene Aha See hatte sich allerdings bei dem strahlenden Sonnenschein (im Juni immerhin fast 23 Stunden) schnell auf deutlich über 20 Grad Celsius erwärmt und lud nach einer Reittour zu einem erfrischenden Bad und der große Strand, der nur per Boot erreichbar ist, zu einem Sonnenbad ein.

Das Jahr verging hier bei uns auf der Aha Lodge wie im Flug. Im Herbst 2017 hatten wir mit dem Bau der neuen Unterkunft „Stuga Ekorre“ begonnen und die Unmengen von Schnee im Winter 17/18 haben den Rohbau auf traditionelle Weise konsolidiert. Mit Sommerbeginn hat Martin dann mit unserem Freund Patrick zusammen das Dach „dicht“ gemacht, Fenster und Türen eingebaut, Fußboden verlegt und die Hütte von außen gestrichen. Der Innenausbau ist weiterhin in vollem Gang und wir sind guter Hoffnung die neue Unterkunft im kommenden Sommer mit anbieten zu können.

Für Viola stand die Betreuung unserer Gäste und das Wohl der Pferde an erster Stelle. Mit großer Freude erfüllen sie deshalb all die vielen lobenden Worte von Gästen bezüglich der interessanten Reittouren und der liebevoll persönlich-engagierten Führung der Lodge. Im Herbst gab es noch eine besondere Herausforderung für Viola. Von Jahr zu Jahr ist der Entwässerungsgraben rund um die Winterweide mehr und mehr zugewachsen, so dass die Dränage mehr schlecht als Recht funktionierte. So hat sie dann zum ersten mal in ihrem Leben auf einem Bagger gesessen und ein paar hundert Meter Graben ausgebaggert. Tatkräftige Hilfe gab es dabei von zwei Männern aus unserem Dorf. Dafür an dieser Stelle: Tusen tack Peter och Bengt Ove! – tausend Dank Peter und Bengt Ove!

Im Winter und dann noch einmal im Herbst hatten wir Besuch von Daniel und seiner Familie. Daniel ist Schweizer und professioneller Fotograf. In teilweise stundenlangen shootings sind hunderte von Bildern von der Region, von der Lodge, von uns, unseren Hunden und den Pferden entstanden. An dieser Stelle vielen Dank dafür. Wer sich inspirieren möchte bevor er zu uns kommt, kann sich jetzt schon auf seine fantastische Multivisionsshow freuen, mit der er vorraussichtlich ab Frühjahr 2019 unterwegs sein wird. Sobald die Termine feststehen werden wir sie auf unsrer homepage und auf facebook veröffentlichen.

 

 

Das Leben hier draußen auf der Aha Lodge hat uns auch gelehrt mit einfachen Mitteln (fast) alles selber zu machen, denn Einkaufsmöglichkeiten und qualifizierte Fachleute sind weit weg und teuer. So sind wir im Laufe der Jahre zu wahren A bis Z Allroundern geworden: vom Autoschrauber über Holzhacker und Kaminkehrer bis zum Zimmermann, um nur einige Berufe zu nennen. Alle Projekte müssen gut geplant werden. Zwar bekommt man in der kleinen Stadt Sorsele fast alles, aber auch nicht gerade preiswert und bei einem Großeinkauf in den Baumärkten an der Küste kann man viel Geld sparen. Allerdings sollte man da auch nichts vergessen. Immerhin sind es je nach Stadt 450 bis 550 Kilometer zu fahren und man ist einen ganzen langen Tag unterwegs.

Im kommenden Jahr wollen wir uns mit Schaufel und Hacke, Axt und Säge in die Wildnis aufmachen um für uns und unsere Gäste ein paar uralte Wege wieder begehbar oder bereitbar, falls es diesen Wort gibt, zu machen. Früher wurde die Region extensiv land- und forstwirtschaftlich genutzt. Verstecke, heute verbuschte Viehweiden, mitten im Nirgendwo der unendlichen Wälder mussten erreicht und geschlagenes Holz mit Pferdeschlitten abtransportiert werden. Eben solche historischen Wege wollen wir wieder reaktivieren und dann auf unseren Touren gerne über das harte Leben der ersten Siedler berichten.

Apropos Pferdeschlitten: Unsere Nordsvensk Stute Lotta war für zwei Monate im „Pferdeinternat“. Im etwa drei Autostunden entfernten Bjurholm hat sie einen Lehrgang als Kutschpferd mit Erfolg absolviert. Jetzt können wir im langen Lapplandwinter mit Schellenklang und Kerzenleuchten am Schlitten durch die tiefverschneite Winter-Wunder-Welt gleiten.

Was bleibt: Ja, bis Ende des Jahres werden wir auf unserer Homepage das Lodge-Angebot und die Touren für 2019 einstellen, so das ihr euren Urlaub bequem von zuhause planen könnt.

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr uns uns per e-mail kontaktieren oder ruft einfach an.



Herzliche Grüße aus Lappland, ein frohes Weihnachtsfest,

einen guten Rutsch ins Neue Jahr und einen schönen Winter wünschen

Viola und Martin sowie unsere Töchter Ann-Katrin und Lea Matilda